Digitalisierung und wie es weitergeht

Versetzen wir uns in das Jahr 1997. Tony Blair wird britischer Premierminister, in Deutschland startet der Neue Markt an der Börse und bringt IT-Firmen eine neue kaufmännische Plattform. Toshiba ist neben IBM ein Star im PC-Markt. Die A.M.M. GmbH wird gegründet und verfügt bald über einen Top-Laptop, den Toshiba Satellite 200.

Alle Mitarbeiter sind damals wahnsinnig stolz gewesen. Heute, 21 Jahre danach, haben wir im Archiv genau diesen Laptop gefunden. Erste gute Nachricht: er geht sogar noch. Windows 95 braucht zwar gefühlte 5 Minuten zum Start, aber er geht. Der Arbeitspeicher hat 40 MB (!) und die CPU läuft mit 100 MHz. Das 11,3-Zoll-Display hat eine aus heutiger Sicht unterirdische Auflösung und die schiere Größe des Gerätes wird einem erst klar, wenn ein Notebook der heutigen Generation daneben gestellt wird (siehe Beitragsbild).

Der Vergleich macht nachdenklich. Selbst wenn die Geräte-Eigenschaften meilenweit voneinander entfernt sind, handelt es sich doch um dieselbe Technologie. Heute ist bereits klar, dass sich diese Technologie ändern wird. Ist das Smartphone nur eine Zwischenstufe? Werden wir schon in den kommenden zwei Jahren mit Wearables arbeiten und mit Augmented Reality unsere Präsentationen durchführen? Wir glauben: Ja. Und wir finden, dass es ein Glück ist, inmitten dieser Technologie-Revolution zu leben.

Hoffentlich tun das viele Menschen in Deutschland auch, denn die nächsten technischen Stufen werden nicht mehr mit Tastaturen gestaltet, sondern mit Künstlicher Intelligenz. Das Eingabemedium? Sprache, Gesten. Wenn wir uns den Hype-Cycle von Gartner anschauen, dann sind Augmented und Virtual Reality bereits in der praktischen Umsetzung angekommen. Die Dauer vom Hype der Präsentationen und Konferenzen bis zur wirksamen Anwendung betrug nur 3 Jahre. Die kommerzielle Drohnen-Nutzung ist in 2 Jahren soweit und maschinelles Lernen in drei Jahren. Deep learning bezeichnet Optimierungsmethoden künstlicher neuronaler Netze und wird voraussichtlich in 3 Jahren produktiv wirksam werden. Schauen Sie selbst im Gartner-Hype-Cycle 2017.

Und was bedeutet das für uns? Zunächst einmal lassen Sie uns weiterarbeiten an den Themen Medienkompetenz und Digitalisierung, denn nur, wer die Technologie kennt, kann gute von problematischen Entwicklungen unterscheiden. Und nur so werden wir zu intelligenten Anwendern mit hohem Nutzen für uns als Gesellschaft. 


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