5 Gründe für die Digitalisierung der Ausbildung

Wir werden immer wieder gefragt, warum viele Unternehmen einen (mitunter großen) Aufwand betreiben, um Teile der Ausbildung zu digitalisieren. Hier ist unsere Antwort.


Erstens: Junge Leute da abholen, wo sie herkommen. 
Jugendliche kennen für (fast) alle Fragen zunächst einmal Google (nicht zu vergessen: Marktanteil in Deutschland aktuell 91%). Wenn sie etwas nicht verstehen, oder wissen, dann schauen sie in YouTube ein Video an. Vielleicht nutzen sie für Prüfungsfragen Definitionen aus Wikipedia. Manche Jugendliche haben dann noch je nach Bedarf ein oder mehrere spezielle "How2", also Plattformen für bestimmte Sachen.



Zweitens: Azubis für die digitalisierte Berufswelt gewinnen
Egal, wie tief Arbeit4.0 in die Berufswelt eindringt, eines steht fest. Die Digitalisierung weiterer Prozesse schreitet fort. Das bedeutet zwingend, dass wir nicht nur IT-Spezialisten benötigen, sondern dass weitaus mehr Menschen als bisher eine mediale Grundqualifikation in fast allen Branchen benötigen. Bei welcher Generation sollten wir mit dem Qualifizieren beginnen, wenn nicht mit den Azubis?


Drittens: Chancen neuer Lernformen nutzen
Sowohl der Autor dieser Zeilen, als auch viele Ausbildungsverantwortliche entstammen aus einer Generation, die aus Büchern gelernt hat. Die Lerntechnologie sieht dabei so aus, dass jemand ein Buch schreibt und seine Gedanken (quasi von links oben nach rechts unten, Seite für Seite) aufbaut. Der Leser ist der Lernende und muss versuchen, die Gedanken nachzuvollziehen. Im Studium haben wir dann für die eigenen Gedanken ein Excerpt gemacht, erinnern Sie sich?
Leider wissen wir aus der Praxis, dass das Leben nicht theoretisch abläuft. Wir haben im praktischen Berufsleben viele verschiedene Störpotenziale, die den optimalen Ablauf permanent verändern. Nennen wir es multivariate Einflüsse. 

Im Gegensatz zu Büchern können heute mediale Modelle oder serious Games diese mutivariaten Einflüsse besser darstellen. Das bedeutet nicht, auf unser Grundwissen zu verzichten, nein, es bedeutet, die selbstständige Anwendung des Grundwissens zu aktivieren und praxisnäher zu lernen.


Viertens: Image der Ausbildung steigern
Mal ehrlich. Was denken Sie, wollen die Azubis nach ihrer ersten Ausbildungswoche ihren Freunden am Wochenende erzählen? Dass sie bei der Arbeit an alten Maschinen stehen, oder ganztägig feilen müssen oder im Büro gleich Akkord arbeiten. Oder wollen sie mit Stolz erzählen, dass sie mit einem Smartphone oder Tablet bestimmte "Infos" aus dem Netz ziehen sollen. Bestimmt wirkt sich letzteres positiv auf das Image Ihrer Ausbildung aus.

 
Fünftens: Es macht Spaß!
Unsere Erfahrung aus über 50 Projekten zur Digitalisierung der Ausbildung zeigt: Insbesondere erfahrene Ausbilder werden zu Treibern der Entwicklung. Auf die Frage nach dem WARUM kommt meistens die Antwort: Weil es Spaß macht, Lerninhalte mal anders darzustellen. 

Na dann: Probieren Sie es doch auch mal aus. Wenn Sie dabei Unterstützung benötigen, rufen Sie an, oder schreiben Sie uns. Ein kurzer Austausch kostet weder Geld noch schmerzt er. 





Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

In 8 Schritten zu Medienkompetenz

Wie entsteht die Berufsschule 4.0 ?

Was die Gamescom mit Ausbildung zu tun hat