Welcher digitale Ausbildertyp sind Sie?

Welcher digitale Ausbildungstyp sind Sie?

„Zeig mir, welche Apps Du nutzt, und ich zeige Dir, wie digital Du als Ausbilder bist!“

Diesen Spruch kennen wir als überlieferte Weisheit mit dem Begriff „Freund“. Doch wie sieht es aus, gilt der Spruch für die digitale Einstellung bei Ausbildern tatsächlich auch?

Man kann die Frage mit einem klaren „Ja“ beantworten, wenngleich die Antworten natürlich nur in der Tendenz gelten.

Wir erlauben uns aus eigener Beobachtung (ohne wissenschaftliche Zahlenbasis) eine Typisierung der AusbilderInnen. 

Und hier sind unsere Typbeschreibungen.

Der aktive Skeptiker

Er benutzt ein Handy. Falls er ein Smartphone besitzen sollte, stellt er die Computerfunktionen nicht an. Er versteht die computerisierte Welt nicht und möchte auch möglichst nichts damit zu tun haben. 

Er verfolgt genüsslich die Printmedien, wenn über Probleme der Digitalisierung berichtet wird. Er hat sich mit Datenschutz nicht wirklich tief beschäftigt. Er schiebt aber das Argument Datenschutz   vor, wenn man von ihm fordert, sich mit der Digitalisierung zu beschäftigen.

Die Nutzung von Smartphones in der Ausbildung ist bei ihm verboten. Der Einsatz von Computern in der Ausbildung erfolgt nur dort, wo es zwingend notwendig ist.


Der Gelegenheitsnutzer

Die Ausbildung erfolgt ohne digitale Medien. Wenn es sich ergibt, lässt er den Einsatz in der Ausbildung zu. Er sorgt aber nicht für einen kontinuierlichen Einsatz. Er selbst hat ein Smartphone. Mithilfe von ihm vertrauten Personen sind bereits die ersten Apps auf sein Gerät geladen. Er hat auch schon eine WhatsApp zurück geschrieben, weil er angefragt wurde. Aktiv nutzt er solche Medien jedoch nicht. Diese Art des Vorgehens gilt auch für andere Software-Arten.

Manche Gelegenheitsnutzer sind auch Mitglieder in sozialen Netzwerken. Dann meistens jedoch ohne vollständigen Account (ohne Bild und/oder ohne Beschreibung) und ohne aktive Beteiligung am Geschehen.


Der digitale Pragmatiker

Die Ausbildung erfolgt mit digitalen Medien, die aus seiner Sicht vorteilhaft für die Ausbildung sind, oder ihn zeitlich oder inhaltlich entlasten.
In seinem Ausbildungskonzept sind digitale Medien nicht proaktiv vorgesehen, aber er lässt die Möglichkeit des Einsatzes zu. 

Er selbst nutzt mit seinem Smart-Device alle Möglichkeiten, die ihm einen Vorteil verschaffen. Er kennt sich in den wesentlichen Funktionen des Betriebssystems und der Gerätesteuerung aus. 

Er nutzt ein oder zwei soziale Netzwerke mit einem vollständigen Account und beteiligt sich an Diskussionen, oder postet selbst.


Der Digitalist

Er kommuniziert mit seinen Kollegen (und Azubis) per WhatsApp (oder anderem Messenger), hat seine Daten in einer Cloud, macht regelmäßig Online-Shopping und probiert unterschiedliche Software (als App oder auf Plattformen) in der Ausbildung aus. 

Er erlaubt die Nutzung von Smartphones in der Ausbildung und kämpft um freien Zugang für YouTube und Co von Arbeitsplätzen in der Ausbildung aus.

Zeitung liest er auf dem Smart-Device. Er nutzt unterschiedliche soziale Netzwerke aktiv und betreibt vielleicht sogar eine (eigene) Webseite oder einen Blog. Seine Präsentationen für die Ausbildung gestaltet er mit webbasierten Programmen. 

Er hat einen Dienst abonniert, der ihm die neuesten Apps für die Ausbildung vorschlägt. Er wägt den Einsatz digitaler Medien sorgfältig ab und entwickelt Kriterien für deren Einsatz in der Ausbildung.


Der digitale Enthusiast

Der Enthusiast muss nahezu wahllos alle neuesten Software- und Hardwaremöglichkeiten haben und versucht dabei, möglichst viele Prozesse in der Ausbildung zu digitalisieren.

Natürlich nutzt er für seine Kommunikation sämtliche digitalen Plattformen. Er erwartet von den Azubis unbedingte Nutzung digitaler Medien.


So. Jetzt sitzen Sie beim Lesen, lassen die Typen Revue passieren und versuchen, sich in einen der Typen hinein zu denken. 


Und: wie lautet Ihr Ergebnis? Welcher Digitale Ausbildertyp sind Sie?

Wollen Sie darüber diskutieren? Schreiben Sie einen Kommentar, wir freuen uns!





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