Prozess der Digitalisierung braucht mehr Weiterbildung

Der Prozess der Digitalisierung braucht in Deutschland mehr Schwung. Die Zahlen sind erschreckend. Anfang 2016 befragte TNS Infratest beliebige Personen in Deutschland. Das Ergebnis: Die Mehrzahl der Bevölkerung kann mit elementaren Begriffen der digitalen Welt nichts anfangen.

Das wäre nicht so schlimm, wenn die Wirtschaft eine Vorreiterrolle übernehmen würde. Doch trotz aller Beteuerungen: Auch hier sind wir nicht vorn. Lassen wir einmal die IT-Wirtschaft außen vor, dann dominieren Aussagen, wie:
  • "Da will ich erstmal den ROI sehen, bevor wir was machen...!"
  • "Das ist Sache der IT-Abteilung."
  • "Solchen Software-Quatsch brauchen wir nicht. Wir sind auch so führend."
Leider sind dies Aussagen von Führungskräften, die in der Regel ihre E-Mails durch das Sekretariat ausdrucken lassen und danach ihre Bemerkungen handschriftlich verfassen für die Antwort, die das Sekretariat dann schreibt... 

Natürlich können wir nichts dafür, dass Entwicklungsländer uns in der Infrastruktur überholt haben. Das liegt einfach nur daran, dass diese Länder eine ganze Technologie-Stufe ausgelassen haben. In Angola gibt es kaum Fax-Geräte. Dafür aber größtenteils mobilen Datenempfang. Der Industrie-Tanker Deutschland tut sich (noch) schwer. Wir haben für die flächendeckende Einführung von Computern etwa 15 Jahre gebraucht. Für das Verständnis und die aktive Nutzung der Digitalisierung (wir nennen es Medienkompetenz) und deren Umsetzung wird uns sicher durch die internationalen Märkte nicht mehr soviel Zeit bleiben. Angesichts der technologischen Entwicklung der letzten drei Jahre kann man sich gar keine Prognose zutrauen; die Zeit wird sicher sehr viel kürzer sein.

Also sollten wir schnell das tun, was uns in den letzten Jahrzehnten immer geholfen hat. Das Wissen unserer Fachkräfte und der zukünftigen Fachkräfte auf den neuesten Stand bringen und überlegen, wie wir was optimieren können. Leider tun wir uns auch da noch nicht so leicht.  



Der Verband der IT-Wirtschaft Bitkom hat am 30.06.2016 erschreckende Zahlen zur Weiterbildung im Hinblick auf Medienkompetenz veröffentlicht (siehe Schaubild).

Einige Branchen haben sich aus Sicht der Ausbildung sehr zeitig mit der Digitalisierung befasst: Die Autoindustrie ist ziemlich gut auf dem Weg, selbst die Bauern haben frühzeitig die Weichen gestellt. Das schulische Bildungswesen, auch bei den Oberstufenzentren hängt hinterher. Natürlich gibt es viele moderne und zukunftsorientierte Unternehmen, die sehr gut und strukturiert ihre Mitarbeiter und Azubis auf die Digitalisierung vorbereiten. Aber offensichtlich machen die nur ein Drittel der Unternehmen aus.

Vielleicht sollten sich Ausbilder und Personaler doch große Persönlichkeiten der Wirtschaft als Vorbild nehmen. Im nachfolgenden Link wird durch den Panorama Focus erläutert, was Benjamin Franklin oder Bill Gates und Warren Buffet gemeinsam haben: Die 5-Stunden-Regel.

Sie können auch bei Focus online schauen:


Viel Spaß beim Ansehen.













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