SINUS-Jugendstudie 2016 ist da

Die Sinus-Jugend-Studie gehört zu den prägnantesten Jugend-Studien überhaupt. Die Gründe dafür liegen in dem soziologischen Ansatz der Milieu-Bildung und der sinnvollen Fortsetzung alle 4 Jahre. Jenseits der üblichen soziodemografischen (Alter, Geschlecht, Bildung, Einkommen etc.), geografischen und verhaltensbezogenen Kriterien hat das SINUS-Institut mit den SINUS-Milieus eine qualitativ neue Zielgruppen-Typologie entwickelt.

Was ist neu an der SINUS-Jugendstudie 2016. Natürlich gibt es nach wie vor die einzelnen Milieus. Diese verschieben sich ganz leicht. Interessant ist, dass die Unterscheidung zwischen den Gruppen schwächer wird. Das hängt mit dem Wunsch vieler Jugendlichen zusammen "dazu" zu gehören. Das bedeutet ein "MEHR" an Mainstream oder zu gut deutsch: das Lemminge-Prinzip hat uns wieder. Wie lange dieser Trend anhält, wird sich zeigen. 

Interessant ist, dass laut Presse-Mitteilung aus Sicht der Perspektive der Jugendlichen "der Höhepunkt der digitalen Durchdringung des eigenen Alltags erreicht ist. Die bislang als jugendtypisch eingeordnete, bedingungslose Faszination ist geschwunden. Jugendliche kennen die Risiken (z. B. Überwachung, unkontrollierte Datennutzung) und möchten digitale Medien nicht nur nutzen, sondern auch verstehen. Deshalb wünschen sie sich von der Schule weniger gefahren-zentrierten Unterricht und mehr Hilfestellungen, wie sie sich sicher und trotzdem frei im Netz bewegen können. Digitale Kompetenzen sind in den Lebenswelten immer noch unterschiedlich ausgeprägt. Doch gerade sie sind zunehmend relevant für soziale Teilhabe und berufliche Zukunft. Der „richtige“ Umgang mit digitalen Medien wird vor allem in den bildungsnahen Lebenswelten als anspruchsvolle Aufgabe gesehen, erstmals werden Wünsche nach Entschleunigung geäußert."

Hinweis für alle Interessierten: Wir haben mehr als 50 Projekte zum Erwerb von Medienkompetenz durchgeführt. Nähere Informationen hier.

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